München, 5. Januar 2026.Die jüngsten Entwicklungen in Venezuela, insbesondere die Festnahme von Nicolás Maduro, markieren einen Wendepunkt für das Land und geben Anlass zu vorsichtiger Hoffnung. Als unabhängige kubanische Zivilgesellschaft und durch die Arbeit des Vereins MenschenDeCuba e.V. sehen wir es als unsere Pflicht, die Stimmen der Opfer von Gewalt, politischer Verfolgung und systematischen Menschenrechtsverletzungen zu unterstützen. Wir stehen an der Seite all jener, die seit Jahren für Freiheit, Würde und Demokratie kämpfen – sowohl in Venezuela als auch in Kuba. Dabei richten wir unseren Blick kritisch auf politische Instrumentalisierungen und die wiederkehrende Verletzung des Völkerrechts.
Solidarität mit den Opfern und Flüchtlingen der Maduro-Diktatur
Unsere Solidarität gilt den Menschen, die Venezuela aufgrund fehlender Perspektiven, Angst vor politischer Verfolgung oder der systematischen Verletzung ihrer Menschenrechte verlassen mussten. Sie gehören zu den stillen Helden des Alltags, die trotz Repression friedlich für ein Leben in Freiheit kämpfen. Gleichzeitig begrüßen wir, dass Nicolás Maduro nun einem rechtsstaatlichen Verfahren gegenübersteht. Gerechtigkeit für die Opfer ist eine notwendige Grundlage für Wahrheit, Versöhnung und nachhaltigen Frieden.
Das Leid der kubanischen Familien
Wir bedauern zutiefst die Opfer, die im Zuge der Festnahme von Maduro gefallen sind, insbesondere die kubanischen Bürger, die erneut fern der Heimat in fremden Kriegen ihr Leben verloren haben. Dieses Leid ist kein Einzelfall: Kubanische Soldaten starben bereits in Äthiopien, Angola, Nicaragua, auf russischer Seite in der Ukraine und nun in Venezuela. Die sogenannte internationale Solidarität des „proletarischen Internationalismus“ entpuppt sich als parasitäre Strategie der kubanischen Führung, Ressourcen fremder Länder auszubeuten und eigene Bürger für fremde Interessen zu opfern.
Kritik am kubanischen Sicherheitsapparat
Mitglieder der kubanischen Sicherheitsapparate sollten ihrem eigenen Volk dienen, statt als Söldner fremder Mächte missbraucht zu werden – sei es für einige Dollar oder Ölfässer. Noch weniger dürfen diese Organe innerhalb Kubas zur Repression der eigenen Bevölkerung oder zur Unterdrückung friedlicher Proteste gegen die systematische Verletzung der Menschenrechte eingesetzt werden. Die jüngste Niederlage des bewaffneten Arms des PCC in Venezuela sollte als Warnung verstanden werden: Gewalt und Unterdrückung gegen Völker rufen oft eine noch stärkere und effektivere Gegenwehr hervor, der das kubanische Militär niemals gewachsen ist.
Völkerrecht, Gerechtigkeit und internationale Verantwortung
Die internationale Ordnung befindet sich, insbesondere nach dem verbrecherischen Angriff Russlands auf die Ukraine, in einem tiefgreifenden Wandel. Deshalb muss dem Völkerrecht wieder eine zentrale, verbindliche Bedeutung zukommen. Es darf Folter und politische Verfolgung nicht dulden, massive Menschenrechtsverletzungen nicht verschweigen oder antidemokratische Machtansprüche tolerieren. Menschenrechte dürfen niemals wirtschaftlichen oder geopolitischen Interessen untergeordnet werden. Die Würde des Menschen ist unantastbar, universell und nicht verhandelbar. MenschenDeCuba e.V. fordert Demokratie, Freiheit, Frieden und Selbstbestimmung für das venezolanische und kubanische Volk sowie die sofortige und bedingungslose Freilassung aller politischen Gefangenen.

