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Nein zum Mörderkult – Demonstration gegen die Verherrlichung von Che Guevara in Berlin

München, 12. März 2026. Am 11. April 2026 soll im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin der Rosa-Luxemburg-Preis an Aleida Guevara verliehen werden. Die Tochter des Revolutionärs Ernesto „Che“ Guevara wird von den Veranstaltern als Symbol internationaler Solidarität und als Stimme des sozialistischen Kuba präsentiert.

Aus Sicht der unabhängigen kubanischen Zivilgesellschaft und der Asociación MenschenDeCuba e.V. stellt diese Veranstaltung jedoch eine problematische Verherrlichung einer historischen Figur dar, deren politisches Handeln mit Gewalt, Repression und schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen verbunden ist.

Wir rufen daher alle Menschen, die sich für Demokratie, Menschenrechte und die Freiheit des kubanischen Volkes einsetzen, auf, sich an einer friedlichen Demonstration am Ort der Preisverleihung zu beteiligen. Unser Ziel ist es, ein Zeichen gegen die romantisierende Darstellung von Gewalt und gegen die Instrumentalisierung historischer Figuren für politische Propaganda zu setzen.

Aleida Guevara und das Erbe ihres Vaters

Aleida Guevara ist Kinderärztin und engagiert sich seit vielen Jahren in internationalen Projekten. Dieses Engagement wird von vielen als reine Propaganda Veranstaltung zugunsten der kommunistischen Regierung Havannas. Deshalb wird stets ihre öffentliche Rolle untrennbar im Zusammenhang mit der politischen Symbolfigur ihres Vaters, Ernesto „Che“ Guevara stehen.

Che Guevara wird weltweit als Ikone der Revolution und des Widerstands dargestellt. Doch historische Dokumente und zahlreiche Studien zeigen auch eine andere Seite: Als Kommandant der kubanischen Revolution war er an revolutionären Tribunalen beteiligt und verantwortete Hinrichtungen politischer Gegner und weitere massive Menschenrechtsverletzungen. Diese Ereignisse gehören ebenso zur historischen Realität wie der Mythos des romantischen Guerillakämpfers.

Eine Preisverleihung, die sich auf diese Symbolik stützt, wollen wir daher kritisch hinterfragen – insbesondere in einer Stadt wie Berlin, deren Geschichte eng mit den Erfahrungen von Diktatur, Gewalt und politischer Unterdrückung verbunden ist.

Kuba heute: Zwischen Solidaritätsrhetorik und fehlenden Freiheiten

Die kubanische Regierung präsentiert ihr politisches System international häufig als Modell sozialer Gerechtigkeit und nationaler Souveränität. Gleichzeitig berichten zahlreiche internationale Organisationen über massive und  grundlegender Menschenrechtsverletzungen auf der Insel.

Unabhängige Medien, politische Opposition und zivilgesellschaftliche Initiativen sehen sich in Kuba weiterhin erheblichen Restriktionen gegenüber. Viele Aktivisten wurden in den vergangenen Jahren wegen friedlicher Proteste oder kritischer Meinungsäußerungen festgenommen.

Aus der Perspektive vieler Exilkubaner und unabhängiger Aktivisten ist es daher problematisch, wenn politische Repräsentanten oder Symbolfiguren des kubanischen Systems in Europa öffentlich geehrt werden, ohne gleichzeitig die Situation der Menschenrechte im Land zu thematisieren

Mythos und historische Debatte

aum eine Figur der lateinamerikanischen Geschichte ist so stark mythologisiert wie Che Guevara. Sein Porträt gehört zu den bekanntesten politischen Bildern der Welt und wird häufig mit Idealen wie Rebellion, Idealismus und sozialer Gerechtigkeit verbunden.

Gleichzeitig existiert eine umfangreiche historische Debatte über seine Rolle innerhalb der kubanischen Revolution und über sein politisches Denken. Kritische Historiker verweisen auf autoritäre Elemente seiner Ideologie, seine Befürwortung revolutionärer Gewalt und seine Beteiligung an repressiven Maßnahmen gegen Gegner der neuen Regierung.

Diese kontroverse Bewertung zeigt, dass Che Guevara nicht nur Symbolfigur, sondern auch Teil einer komplexen und oft tragischen Geschichte ist. Eine offene Diskussion darüber gehört zu einer verantwortungsvollen Erinnerungskultur.

Zivilgesellschaftlicher Protest: Ein Zeichen für Menschenrechte

Der Verein MenschenDeCuba e.V. organisiert gemeinsam mit anderen Initiativen eine Demonstration in Berlin, um auf diese Widersprüche aufmerksam zu machen. Der Protest richtet sich nicht gegen einzelne Personen, sondern gegen die unkritische Glorifizierung politischer Gewalt und gegen das Ausblenden der Opfer autoritärer Systeme.

Berlin ist eine Stadt, in der die Erinnerung an die Opfer von Diktaturen – vom Nationalsozialismus bis zur Teilung Deutschlands – einen zentralen Platz im öffentlichen Bewusstsein einnimmt. Gerade deshalb ist es wichtig, auch andere historische Erfahrungen von Unterdrückung und politischer Gewalt sichtbar zu machen.

Unsere Demonstration soll ein friedliches Signal sein: für die Würde des Menschen, für die universellen Menschenrechte und für die demokratische Zukunft Kubas.

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Der Verein MenschenDeCuba e.V. und Vertreter der unabhängigen kubanischen Zivilgesellschaft kritisieren die geplante Verleihung des Rosa-Luxemburg-Preises an Aleida Guevara in Berlin. Aus ihrer Sicht trägt die Ehrung zur Verherrlichung von Ernesto „Che“ Guevara bei, dessen Rolle in der kubanischen Revolution mit Gewalt und Repression verbunden war.

Unter dem Motto „Nein zum Mörderkult“ rufen sie daher zu einer friedlichen Demonstration auf, um gegen diese Form der historischen Verklärung zu protestieren und auf die Menschenrechtslage in Kuba aufmerksam zu machen. Ziel ist es, ein Zeichen für Demokratie, Menschenwürde und die Freiheit des kubanischen Volkes zu setzen.

Demonstration:
Samstag, 11. April 2026
Vor dem Kino Babylon
Rosa-Luxemburg-Straße 31, 10178 Berlin

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